27.01.2026

Siedlung Grüzefeld: Sanierung mit Sorgfalt am Strahleggweg

Die Häuser der HGW am Strahleggweg 1–15 in der Siedlung Grüzefeld in Winterthur werden umfassend saniert. Geplant ist die Erneuerung der Wasser- und Abwasserleitungen und, teilweise der Anschluss- und Kanalisationsleitungen. Die innenliegenden Badezimmer und WC werden komplett erneuert. Zusätzlich werden alle Küchen durch neue ersetzt. Die Baubewilligung für die Strangsanierung liegt vor; die Arbeiten sind in zwei Etappen für 2026 und 2027 vorgesehen.

Gemeinsame Weiterentwicklung der Siedlung

Die zwischen 1965 und 1967 erstellte Siedlung Grüzefeld im Stadtteil Mattenbach ist die grösste Genossenschaftssiedlung von Winterthur. Sie umfasst 362 Wohnungen, darunter 42 Alterswohnungen. Seit 2018 ist sie im kantonalen Inventar der schutzwürdigen Bauten aufgeführt.

Die vier Wohnbaugenossenschaften der Siedlung Grüzefeld, die Genossenschaft für Alters- und Invalidenwohnungen (GAIWO), die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft (GWG), die Heimstätten-Genossenschaft Winterthur (HWG) und die Wohnbau-Genossenschaft Waldheim (WGW) haben zusammen für die Weiterentwicklung der Siedlung einen Gestaltungsplan erarbeitet. Ein 30 Meter hoher Neubau soll das neue Zentrum der Siedlung werden. Mit den weiteren Umbauten, Anbauten und Ersatzneubauten sollen nach Abschluss der Arbeiten 70 bis 80 zusätzliche Wohnungen zur Verfügung stehen. Mit den Arbeiten kann frühestens in fünf Jahren begonnen werden. Zuerst muss der Gestaltungsplan rechtskräftig werden. Erst dann wird das konkrete Projekt ausgearbeitet.

Ein buntes Miteinander

Eigentümerinnen der Siedlung sind die vier Winterthurer Wohnbaugenossenschaften HGW, GWG, WGW und gaiwo. Diese Vielfalt in der Trägerschaft zeigt sich im unterschiedlichen baulichen Zustand der Liegenschaften und Fassaden – und auch im Alltag der lebendigen Nachbarschaft: einem Miteinander verschiedener Kulturen, Nationalitäten und Generationen.

Ab 1943 herrschte in allen Schweizer Gemeinden Wohnungsnot. Die Siedlung wurde 1966 als Reaktion auf den Wohnungsmangel als erste Plattenbausiedlung Winterthurs im Grüzefeld-Quartier errichtet. Angestossen vom damaligen Stadtrat Heinrich Zindel, wurde sie bald unter dem Namen «Zindelhörner» bekannt – ein Begriff, der bis heute nachklingt.

Heute ist die Siedlung im kantonalen Inventar der schützenswerten Bauten aufgeführt. Sanierungen und Umbauten sind deshalb nur mit grosser Sorgfalt möglich.

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